Restaurant-Marketing vollautomatisiert und personalisiert - eine Anleitung in 4 Schritten

Automatisierung revolutioniert das Restaurant-Marketing. Die wichtigsten Grundlagen und Schritte

Klaus Preisner
Oktober 12, 2021

Heute haben Verbraucher mehr Möglichkeiten als je zuvor. Und sie sind wählerischer geworden. Für Restaurant-Betreiber*Innen ist es daher eine enorme Herausforderung, die Aufmerksamkeit potenzieller Gäste zu gewinnen. Doch glücklicherweise gibt es mittlerweile ausgetüftelte Tools, mit denen sich das Restaurant-Marketing weitestgehend automatisieren lässt. Damit können Gäste personalisiert und individuell angesprochen werden. Ausserdem unterstützen die nützlichen Helferlein bei der Optimierung der Auslastung und der Umsätze sowie der Pflege einer treuen Gäste-Community.

Allerdings: Bislang werden diese Möglichkeiten in der Gastronomie noch viel zu wenig genutzt. Eine vertane Chance. Dabei ist das kein Hexenwerk. Vielmehr können Gastronom*Innen die Daten bequem und selbständig für sich arbeiten lassen.

In diesem Beitrag zeigen wir, wie Marketing-Automatisierung im Restaurant-Alltag dabei helfen kann, Gästebeziehungen in grossem Umfang durch hochgradig personalisierte Interaktionen zu pflegen.

 

Automatisiertes Marketing: die drei Grundlagen

Wie kommt man überhaupt an Gäste? Es liegt auf der Hand, dass man wissen muss, was gefragt ist und was die Gäste, die man ansprechen will, lieben. Das ist für Restaurant-Startups in der Tendenz eher eine Sache des Bauchgefühls. Restaurants können aber nach und nach auf immer mehr und detailliertere Informationen zurückgreifen und diese für automatisiertes Marketing nutzen. Ausserdem auch Angebote und Service darauf abstimmen. So macht man effizient und effektiv Gäste glücklich. Magic moments! Das ist es, worauf es in der Gastronomie ankommt.

 

Damit wären wir schon beim goldenen Dreieck, das ein Restaurant zum Bermuda Dreieck macht, in das es alle Gäste zieht:  Daten - Marketing - Automatisierung. Doch wie funktioniert das in der Praxis ganz konkret? Widmen wir uns kurz den Basics, bevor wir einen Blick auf konkrete Anwendungsbeispiele werfen.



Daten: Nutze deine Chancen

Daten sind ein langer Hebel. Und zwar nicht, um den einen Fisch zu ködern, sondern den ganzen Schwarm zu fangen: Alle Gäste. Was es dafür braucht sind möglichst detaillierte Informationen zu den Personen. Nicht nur deren Namen, Adressen, Mail und Telefonnummer. Genauso wichtig sind spezifische Vorlieben und Verhalten, damit das Angebot zu den Gästen passt. Und das Restaurant-Marketing auch.

 

Marketing: Zeige, was gefällt

Das attraktivste Angebot bringt nichts, wenn niemand davon weiss. Man muss es bekannt und beliebt machen. Und zwar zielgenau: Spezifische Angebote für die jeweiligen Gästesegmente. Was macht die verschiedenen Gäste jeweils glücklich?

 

Gäste, die in Gruppen essen gehen, könnten beispielsweise für eine sogenannte Tavolata aufgeschlossen sein. Pärchen für ein romantisches Candlelight-Dinner, Familienmenschen lieben Brunch, Weinliebhaber das Tasting oder den Food-Wine-Pairing-Event. Und selbstverständlich sollte man vor allem Ortsansässige adressieren, wenn es um kurzfristige Aktionen geht oder noch kurzfristig Plätze für einen bestimmten Anlass verfügbar sind.

 

Hingegen vergrault man potenzielle Gäste, wenn man ihnen zig Mails schickt mit Angeboten und Services, die sie überhaupt nicht interessieren. Schlimmstenfalls landen diese Emails direkt im Spam-Ordner oder die Abmeldung vom Newsletter folgt. Ganz anders hingegen, wenn die Emails relevante Informationen beinhalten. 

 

Software: Lagere Arbeiten aus

 

Daten werden nur zu Gold, wenn sie automatisch erhoben und verarbeitet werden. Meint: Wenn eine bestimmte Situation eintritt, wird automatisch eine Aktion ausgelöst, z.B. der Versand einer Nachricht.

 

Warum nicht jedem Gast nach dem dritten Besuch via Mailchimp automatisch eine Dankeschön-Mail senden? Und ihm mitteilen, dass er über Spezialtage künftig vorab informiert wird, um vor allen anderen reservieren zu können und so die besten Plätze erhält. Genau das lieben die Gäste: Sich als VIP zu fühlen, als jemand Spezielles.

 

Wichtig dabei ist, dass das digitale Restaurant-Marketing automatisiert wird. Denn es ist den Restaurant-Mitarbeitenden nicht zuzumuten, solche Emails jeweils von Hand zu versenden und die entsprechenden Empfänger mühsam zu segmentieren. Das bringt uns zum How-To.  

 

Automatisiertes Marketing: Die wichtigsten Schritte und Use Cases

 

Schritt 1: Daten automatisiert erheben

A und O für ein zielgenaues Marketing sind detaillierte und korrekte Gästedaten. Und das ist für Restaurants schon die erste Herausforderung. Denn Reservierungen über Telefon - Quatschen und Tippen - kosten Nerven, Zeit, Geld. Vor allem aber sind die so erhobenen Daten meist nicht digitalisiert - und wenn, dann oft unvollständig und falsch. Denn ein Name wird schnell missverstanden am Telefon.

 

Der einfachste Weg sind automatisierte Online-Reservierungen - und zwar für Gastronom*innen und Gäste. Letztere können rund um die Uhr reservieren, sehen wann ein Tisch frei ist. Und das Beste daran: Sie geben ihre Daten selbst ein und preis. Owner und Service müssen keinen Finger krumm machen, um zu wissen, wer, wann und wie oft reserviert und vieles mehr.

Je mehr man von den Gästen weiss, mitunter bevor sie überhaupt da waren, desto genauer kann man auf ihre Bedürfnisse eingehen. Im Marketing wie im Restaurant, desto glücklicher kann man die Gäste machen, desto treuere Kund*innen werden es.

 

Schritt 2: Daten verbinden

Mit den Daten ist es wie mit Schmuckstücken. Liegen sie ungenutzt im Safe bzw. saved auf der Harddisk, nützen sie nichts. Allein Gäste mit nur einem Klick anschreiben zu können ist schon eine feine Sache. Dazu braucht es neben Gästedaten nur eine Verknüpfung zu einem Newsletter-Tool. Kurzum: Einen smarten Datentransfer.

Offene Reservierungssysteme wie aleno lassen sich einfach mit anderen offenen Systemen verbinden - zum Beispiel mit Mailchimp. Das bedeutet, die Gästedaten stehen im Newsletter-System für den Mailversand zur Verfügung. Step1.

Und wenn ein Gast reserviert für vier Personen, warum nicht den anderen dreien beim Restaurantbesuch einen Espresso offerieren gegen einen Newsletter-Sign-up. Schon hat man noch viel mehr DSGVO-konforme Opt-Ins und hat die Möglichkeit, zigtausende Gäste jederzeit zu reaktivieren. Schon sehr schlau.

 

Schritt 3: Individuelle Tags für zielgenaues Marketing

Mailt man ein Tomahawk-Steak-Angebot, finden Veganer*innen das nicht gut. Richtig gut ist allerdings, Fleischliebhaber zum Steak einzuladen, Veganer*innen zum Stängelkohl, Weinliebhaber*innen zu Schaumweinen, Familien zum Brunch, Stammgäste mal auf s Haus.

Dafür muss man nur jeden Gast taggen. In State-of-the-Art Reservierungssystemen kann jeder Gast mit einem Klick kategorisiert werden, oder gleich mehrfach, als Weinliebhaber, Nussallergiker, VIP, Krawallbruder, Stammgast, was auch für das Restaurant wichtige Kategorien sind. Die Tags sieht man im Backend - Goldwert im Service. Und man kann sie für das zielgenaue Marketing verwenden. Das Angebot kommt genau dort an, und auch nur dort, wo es ankommen soll. Und genau darum geht es im Marketing. Die guten Gefühle erzeugen, die schlechten vermeiden. Targeted Marketing. Das wäre Step 2. Schon recht heiss.

 

Schritt 4: Zielgenaues automatisiertes Marketing

Richtig effizient und skalierbar wird das Ganze allerdings erst, wenn zu Daten und Marketing noch die Automatisierung kommt. Ein Beispiel: Ein Gast kommt ins Restaurant, einmal, zweimal, dreimal. Das Reservierungssystem definiert den dreimaligen Gast automatisch als Stammgast und sendet ihm zum dritten Restaurantbesuch eine Mail, wie schön es ist, ihn/sie wieder empfangen und bewirten zu dürfen, dass er/sie ab sofort noch kurzfristiger reservieren kann, an den besten Tischen platziert wird.

 

All das macht die Software ganz von allein, den Mailversand UND die Platzierung an den besten Tischen. Das ist grossartige guest experience. 

 

Und der Gast muss nicht mal regelmässig ins Restaurant kommen, damit man weiss, was er oder sie mag. Klickt der Gast beispielsweise auf unseren beworbenen Instagram-Post mit einem Tomahawk-Steak und reserviert anschliessend einen Platz im Restaurant, wird sie oder er im Reservierungssystem automatisch als Beefeater getagged. Und schon ist man in der Lage, dem Gast automatisch eine Einladung zum nächsten Barbecue und den Wildwochen zu senden. Möglich ist dies, wenn mit dem Link in dem beworbenen Post  sogenannte UTM-Parameter an das Reservierungswidget übergeben werden. Weitere praktische Marketing-Automatisierungs-Beispiele für Restaurant-Betreiber*Innen finden sich hier.  


Die neue Art Restaurant Marketing

Mit den neuen Möglichkeiten, Daten und Algorithmen für sich arbeiten zu lassen, stehen Restaurant-Betreiber*Innen ganz neue Wege offen, an mehr Gäste zu kommen, die für deutlich höhere Umsätze sorgen und erst noch selber einen Teil der Werbung übernehmen.

 

Die wichtigsten Tools stehen zur Verfügung. Jetzt müssen sie nur noch eingesetzt werden. Davor scheuen sich jedoch immer noch manche Gastronom*Innen. Ein Fehler. Denn ist erst einmal mit offenen Systemen der Grundstein gelegt, lässt sich das Schritt für Schritt ausbauen und ideal auf die eigenen Bedürfnisse zuschneiden. So hebt sich das Restaurant in Sachen Marketing schnell von anderen ab, was sich auch voll  bei der Guest Experience auszahlt. 

 


 

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Webinar zum Thema

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Übrigens: aleno ist das einzige Restaurant-Reservierungssystem, dass eine umfangreiche Zwei-Wege-Integration mit Mailchimp bietet. Details zur aleno-Mailchimp-Integration erfährst du hier

 

Wenn du wissen willst, wie man das Reservierungssystem aleno mit der All-in-one-Marketingplattform Mailchimp verbinden kann, findest du hier die Kurzanleitung

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